Konstruktion und Bau


unser Holzhäuser

Häuser aus Brettschichtholz haben im Vergleich zu Häusern aus Stein ein relativ geringes Baugewicht, daher sind für den Bau keine schweren und teuren Fundamente erforderlich. Dank langjähriger Erfahrung im Bauwesen haben unsere Spezialisten die wichtigsten Fundament-Typen entwickelt, die beim Bau von Häusern verwendet werden. Je nach der Bodenart und der Grundwasserhöhe werden hauptsächlich zwei Fundamentarten verwendet – Fundamente auf Bohrpfählen und Fundamente auf Sohle. In Europa schlagen wir Ihnen vor, den Bausatz schon auf das vorgefertigte Fundament zu montieren sowie den Dachstuhl zu befestigen.

 

Fundament auf Bohrpfählen

 

Bei einem Pfahlfundament erfolgt eine Ausgrabung 400 mm tief und 300 mm breit unter dem gesamten Fundamentgitter. Danach werden je nach Klimazone und geplantem Projekt Löcher für Pfähle mit einem Durchmesser von 300 mm unterhalb der Frosttiefe gebohrt. Nun werden 200 mm abgeschliffen mit nachfolgendem Abstampfen der Baugrube und der Bohrungen. In die Bohrung wird ein Rohr von 300 mm Durchmesser versenkt, was als Verschalung sowie als zusätzlicher Schutz des Betons gegen agressive Außeneinflüsse dient. Nächster Arbeitsschritt ist der Einbau eines Verstärkungskäfigs. Gleichzeitig mit der Rostwerkschalung werden Armierungskörbe montiert, danach wird das Rohr mit zertifiziertem Beton M300 aufgefüllt, mit obligatorischer Betonrüttelung. Die Betonauffülung erfolgt in einem Schritt. Falls keine direkte Zufahrt zu Bohrungsstellen möglich ist, werden Autobetonpumpen mit einer Länge bis zu 60 Metern verwendet.

 

Fundament auf Sohle

 

Diesen Fundamenttyp verwendet man bei einem hohen Grundwasserstand. Der Grundwasserstand wird bei einer Baugrunduntersuchung durch mehrere Inspektionsbohrungen auf der Baustelle bestimmt. Die Verwendung eines breiten Betonfundaments unter dem Gitterrost ermöglicht eine bessere Verteilung der Last des Hauses auf dem instabilen Boden. Bei diesem Fundamenttyp erfolgt eine Ausgrabung 600 mm tief und 600 mm breit unter dem gesamten Fundamentgitter. Dann wird eine Sandfüllung mit einer Höhe von 300 mm eingefüllt, und anschließend in der gesamten Baugrube festgedrückt. Als nächstes wird der Bewehrungskorb aus Sohle mit überstehender Bewehrung montiert, um ihn mit dem Gitterrost zu verbinden. Dann wird die Sohlenschalung eingebaut.

Im Vergleich zum Fundament auf Bohrpfählen erfolgt hier das Betonieren in zwei Schritten:
1. Die Sohle wird betoniert
2. Einige Tage später, nach dem Verzurren des Bewehrungskorbs und dem Einsetzen der Schalung, wird der Gitterrost betoniert

Bei jedem Ausführungsschritt ist die Betonrüttelung obligatorisch.

 

Platte als Unterboden

 

Ein besonderer Schritt für das Fundament ist die Montage einer zusätzlichen Stahlbetonplatte über dem Fundamentgitter. Das gibt zusätzliche Stabilität, optimiert die Lastverteilung und erleichtert die Installation von Fußböden innerhalb des Hauses, besonders wenn später eine Fußbodenheizung integriert werden soll. Zu diesem Zweck werden bei der Installation des Bewehrungskäfigs des Fundamentgitters die überstehenden Bewehrungen mit dem Plattenrahmen verbunden und Löcher im Fundamentgitter für die spätere Instandhaltung des unterirdischen Raums angebracht. Nach dem Betonieren des Fundamentgitters und dem Aushärten der Betonmischung wird ein profiliertes Blech aufgelegt und das Armierungsnetz, das die Rolle der Deckenschalung übernimmt, eingebaut. Das Betonieren erfolgt ebenfalls mit der obligatorischen Anwendung von Rüttelgeräten innerhalb eines Arbeitstages.

Im Falle des Betonierens im Winter wird die Betonmischung mit speziellen Frostschutzzusätzen verwendet. Wenn die Umgebungstemperatur unter -10 °C liegt, ist es notwendig, eine zusätzliche Erwärmung der betonierten Konstruktion durchzuführen. Dazu wird über dem Fundament ein Zelt montiert, in dessen Inneren mit Hilfe von Heizpistolen die erforderliche Temperatur erreicht wird.

Zur Information: Die Betonmischung erreicht ihre 100% Festigkeit binnen 28 Tagen, da aber der Erhärtungsprozess nicht gleichmäßig erfolgt, sondern absteigend, kann man den Blockhausaufbau schon nach einer Woche nach der Betonierung beginnen, wenn der Beton zu 70% fest ist.

Die Montage des Hausbausatzes aus Brettschichtholz von Holz House beginnt mit der Kontrolle des Fundaments (wenn das Fundament bauseits erstellt wurde). Wenn es einen wesentlichen Höhenunterschied (mehr als 2 cm) des Fundamentgitters oder der Platten an Stellen gibt, wo die Holzwände des Gebäudes durchgehen, dann sollte dieser Abfall minimiert werden.

So läuft der Holzhausbau ab:

Weiterhin wird entlang der gesamten Länge des ersten Bohlenkranzes des Gebäudes eine doppelte Abdichtung verlegt, auf die eine imprägnierte Verkleidungsplatte aus Kiefer oder Lärche aufgebracht wird. Danach wird der Bohlenkranz des Hauses montiert und nochmals auf Waagerechtheit und Winkeltreue überprüft.

Die BSH-Eckverbindung (Versatzung) wird mit speziellen Dichtbändern (PSUL und POLITERM) abgedichtet, die Luftlöcher komplett ausschließen. Entlang des Holzes wird je nach Profiltyp eine spezielle Verdichtungs-Nivellinie (Finnland) oder POLYTHERM (Russland) verlegt.

Danach werden Bohlenkränze bis zum ersten Stock verlegt und die Zwischendecke eingesetzt. Alle Balkenlagen werden mit Biofeuerschutzmittel behandelt und mit Metallhaltern montiert.

Für den Fall, dass der Kunde plant, die Deckenbalken im Inneren sichtbar zu lassen, werden Schlitze in die Wand gefräst, um die Balken ohne die Verwendung von Stahlbefestigungselementen zu installieren. Nach der Balkenlagemontage werden alle übrigen Bohlenkränze verlegt. Wenn der Hausbausatz komplett aufgebaut ist, werden verzinkte Stahlbolzen invorgefertigte Bohrungen gesteckt. Mit ihrer Hilfe wird zukünftig die Wandsetzung geregelt. Außerdem werden bei der Montage des Hauses Holzbolzen verwendet, um besonders beanspruchten Stellen extra Stabilität zu verleihen.

Die Dachstuhlmontage beginnt mit dem Einbau des Gerüstes und des Sparrensystems. Bei komplexen Dächern, großen Spannweiten und schweren Bedachungen, z.B. aus Naturziegeln, können Sparren aus trockenen, besäumten Brettern und Brettschichtholzträgern hergestellt werden. Wenn das Dach einfach genug ist, d.h. ein einfaches Satteldach oder ein doppeltes Satteldach, werden die Sparren auf dem Gleitstützen- und Scharniersystem in Firstverbindung montiert.

Bei mehrstöckigen Dächern mit Dachkehlen und Firsten wird in den meisten Fällen eine starre Befestigung des Sparrensystems verwendet. Der nächste Schritt ist der Einbau einer Dampfsperre innerhalb der thermischen Hülle des Gebäudes entlang der Unterkante der Sparren und die Vorverlegung mit einer Latte aus einer 25 mm-Trockenrandplatte zur Unterstützung des darauf verlegten Dämmstoffs.

Danach wird das Dach vollflächig abgedichtet, außer dem Dachfuß. Der verlegte Wärmedämmstoff muss minimum 200 mm stark sein. Zusätlich, nach Absprache mit dem Bauherrn, kann man noch ein bzw. mehrere Dämmschichten je 50 mm Stärke in Querrichtung anbringen. Zum Schluss wird eine Holzlatte entlang den Dachbindern angebracht (um einen Lüftungsspalt zwischen der Feuchtigkeitssperre und dem Dämmstoff zu schaffen) und das Dach wird vollflächig mit wind- und wasserdichter Folie abgedeckt, die mithilfe der Konterlattung aus trockenem Kantholz 50×50 mm befestigt wird, das ebenfalls entlang der Sparren verlegt wird. Abhängig von der Art des Deckanstrichs können sich die Dachaufbauten unterscheiden:

 

  • Flexible Schindeln
    Nach der Installation der Konterlattung wird in der Querrichtung eine Latte aus Trockenbrett (25 mm) montiert. Dann wird ein massiver Bodenbelag aus OSB verlegt
  • Schindeln aus Metall
    Nach der Verlegung der Konterlattung wird in der Querrichtung eine Trockenblockleiste (50 x 50 mm) montiert, wobei die Stufe vom Profil der Schindelplatte abhängt
  • Zement-Sand- und Keramikdachziegel
    Nach der Installation der Konterlattung wird in der Querrichtung eine Trockenblockleiste (50 x 50 mm) montiert, wobei die Stufe von der Länge der Schichtfliese eines bestimmten Typs abhängt

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